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Patchworkfamilien als Herausforderung und Chance
Während in der Vergangenheit der Tod eines Elternteils und die anschließende Wiederheirat die Ursache für die Bildung einer Stieffamilie waren, so entstehen heute Patchworkfamilien vorwiegend durch vorangegangene Trennung oder Scheidung.  
Patchworkfamilien bilden im 21. Jahrhundert nach der Kern- und Einelternfamilie die dritthäufigste Familienform in Deutschland.
Bei dieser Familienform werden Kinder aus der ersten Beziehung in die zweite Beziehung mitgebracht, oftmals folgen aus dieser Beziehung wieder gemeinsame Kinder und möglicherweise gibt es Kinder, die nur hin und wieder dazukommen, weil sie den getrenntlebenden Elternteil besuchen.
Eine „zusammengesetzte“ oder „Patchwork“- Familie entsteht.
Zu einer neuen Familie zusammenzuwachsen ist nicht leicht. Gemeinsame Perspektiven müssen entdeckt werden, es gilt tägliche Auseinandersetzungen zu bewältigen, den Kindern muss der Kontakt zum getrenntlebenden Elternteil erhalten bleiben, aber gleichsam müssen sie in die neue Familienform integriert werden. Da sind zwangsläufig Konflikte vorprogrammiert, die alle Mitglieder einer solchen Familienform täglich aufs Neue fordern.
Im Eingangsreferat wird der Stand der aktuellen Forschung referiert, im Podiumsgespräch wird  es darum gehen, wie das tägliche Zusammenleben funktionieren kann, damit aus der Patchworkfamilie eine Fortsetzungsgeschichte mit Happy End wird.

Referentin: Prof. Dr. Sabine Walper, Deutsches Jugendinstitut e.V., München

Anschließend Podiumsgespräch mit:Sigrid Schiller, Dipl. Sozialpädagogin, Mediatorin, Dipl. Supervisorin, stellvertretende Fach- bereichsleiterin Erziehungsberatung, Kasseler Familienberatungszentrum
Tobias de le Roi, Dipl. Sozialpädagoge, Systemischer Therapeut und Berater, Antigewalttrainer, Kasseler Familienberatungszentrum
Moderation: Achim Mathusek, Vätergruppe  Kassel e.V.

Ort:Evangelisches Forum, Lutherplatz

Termin:Di. 06.02.2018, 18.30 Uhr

Kosten:4 €

Kooperationspartner: Evangelisches Forum Kassel

Download: Flyer

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