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Es gehe nicht an, dass der Vater weiterhin den vollen Unterhalt zahlen muss, auch wenn das Kind viel Zeit bei ihm verbringe und sogar ein eigenes Zimmer bei ihm habe, sagt Familien- ministerin Franziska Giffey. „Wir müssen das Recht hier der gesellschaftlichen Realität anpassen." 
Neue Umgangsmodelle, wie das Wechsel- modell oder erweiterte Umgangsformen werfen in der Tat die Frage auf, ob das der- zeitige Unterhaltsrecht, welches sich an der Düsseldorfer Tabelle orientiert, noch zeitge- mäß ist? 
„Was es braucht, ist ein Paradigmenwechsel, weg von einer betreut, einer zahlt, hin zu beide betreuen, beide zahlen und somit eine Eltern- schaft auf Augenhöhe“, meint der Väterauf- bruch. Dazu braucht es ein neues Unterhalts- recht, welches die Kosten des Lebens von Kindern in beiden Haushalten berücksichtigt und Eltern flexible Lösungen ermöglicht.
Interessenverbände Alleinerziehender, wie der Verband alleinerziehender Mütter und Väter, sehen ebenfalls Reformbedarf, befürchten  aber Kürzungen beim Kindesunterhalt zu Las- ten des alleinerziehenden Elternteils, wenn das Kind mehr Zeit beim Vater verbringt, z.B. beim Wechselmodell und beide Eltern da- durch barunterhaltspflichtig würden.
Im Eingangsreferat wird u.a. aufgezeigt, wo Reformbedarf besteht und weshalb das Unterhaltsrecht in seinen Grundzügen not- wendig ist.
Im Podiumsgespräch wird es darum gehen, welche Veränderungen zwingend notwendig sind, um die finanzielle Lage von Eltern und Kindern zukünftig ausgewogener und  ge- rechter zu gestalten. 

Einleitender Vortrag: Werner Schwamb, Vors. Richter am OLG a.D.

Anschließend Podiumsgespräch mit: Ester Dilcher, MdB, Mitglied im Rechtsausschuss des Bundestages; Ulrich Severin, Bundesvorstand Väteraufbruch; N.N. Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Hessen

Moderation: Achim Mathusek, Vätergruppe Kassel

Ort:Evangelisches Forum, Lutherplatz

Termin:Di. 17.03.2020, 19.00 Uhr

Kosten:4 €, 3 € ermäßigt

Kooperationspartner: Evangelisches Forum Kassel

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