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25.03 Außen stark innen schwach

Referent: Dr. Günter Paul, Ärztlicher Direktor der Kinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters Kassel
Ort: Ev. Forum, Lutherplatz
Termin: Mi. 25.03.2009, 19.30 Uhr
Kosten: 3 €

Kurzinformation zur Veranstaltung:

In den letzten Jahrzehnten lag besonders in der Bildungspolitik ein Schwerpunkt auf der Entwicklung von Chancengleichheit von Mädchen und jungen Frauen.

Zunehmend konnten Pädagogen und Therapeuten in letzter Zeit feststellen, dass in den sozialen Veränderungsprozessen gerade auch die Jungen eine zunehmend schwierige Entwicklung zeigen. So verfehlen Jungen häufiger das Klassenziel und sie gehen häufiger ohne Hauptschulabschluss ab. 60% der Schüler an Förderschulen sind männlich. Bei der Begehung von Straftaten fällt der hohe Anteil von Jungen auf. Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen ist zu 70% ein Jungenphänomen. Auch Störungen der seelischen Entwicklung und psychische Erkrankungen sind bei den Geschlechtern in den verschiedenen Altersphasen unterschiedlich verteilt. Im Grundschulalter koten Jungen drei- bis viermal häufiger ein als Mädchen und sie zeigen doppelt so häufig wie Mädchen eineEinnässungsproblematik. Sie leiden häufiger an ADHS und viermal häufiger an Zwangsstörungen.

Depressionen treten bei Jungen im Grundschulalter und in der Pubertät ebenfalls häufiger auf. Jungen trinken häufiger Alkohol und erleben ihren ersten Alkoholrausch früher als Mädchen; ebenso haben mehr Jungen als Mädchen Erfahrung mit Cannabiskonsum.

Was sind die Ursachen für diese Entwicklung? Wo muss die Gesundheitsförderung ansetzen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken?

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