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Pressemitteilungen

„Holzwürmer“ werkelten im Haus Steinberg

Vätergruppe Kassel veranstaltete kreatives Waldwochenende im Waldpädagogikzentrum

HANN. MÜNDEN. 17 Kinder und elf Väter haben beim Kreativwochenende im Waldpädagogikzentrum Göttingen, Haus Steinberg, ganz schön was verzapft: Mit  tatkräftiger Unterstützung der Mitarbeiter vom Haus Steinberg, Jennifer Sechtling, Jörg Winneknecht, Benedict Granel und Melissa Schaaf, waren sie am Samstag damit beschäftigt, aus Frischholz, Hocker, Stühle und Tische herzustellen. Eifrig wurde in der Werkstatt gesägt, entrindet, gebohrt – und verzapft. Dabei war Teamarbeit zwischen Vätern und Kindern gefragt. Heraus kamen ausgefallene und schöne Möbelstücke, die natürlich mit nach Hause genommen werden konnten. Ein Teil der Möbel kann aber auch bei der 60-Jahr-Feier des Hauses Steinberg am 28. Mai bestaunt werden. Väter wie Kinder fanden den Workshop jedenfalls „super!“.

Achim Mathusek und Klaus Völker leiteten das Wochenende. Neben dem Workshop blieb aber auch genug Zeit für Väter und Kinder, bei Spiel und Spaß das Gelände zu genießen, Fußball zu spielen oder die Abende am Lagerfeuer ausklingen zu lassen. Die nächste Aktion der Vätergruppe Kassel im Haus Steinberg läuft unter dem Motto „Rund um den Apfel“ und ist für das Wochenende vom 23. bis 25 September geplant, teilt die Vätergruppe mit. Anmeldungen hierfür unter: 05608/6919685. Weitere Infos zur Arbeit der Vätergruppe Kassel unter www.vaeterguppe-kassel.de (sta)

„Ich habe zwei Zuhause“


Seltenes Modell: Kasseler Scheidungskind Franziska Pappert lebt zur Hälfte bei Mutter und Vater

KASSEL. In Großstädten wie Kassel wird statistisch gesehen fast jede zweite Ehe irgendwann wieder geschieden. Deutschlandweit kommen jedes Jahr fast so viele neue Scheidungskinder hinzu, wie Kassel Einwohner hat. Eines von ihnen ist Franziska Pappert aus Kassel. Die 17-Jährige kann gut mit ihrem Schicksal leben. Das liegt auch daran, dass sie seit der Scheidung ihrer Eltern vor viereinhalb Jahren jeweils die Hälfte ihrer Zeit bei Vater und Mutter lebt. Ein absolutes Ausnahmemodell, das Achim Mathusek von der Vätergruppe Kassel weiter fördern möchte.

Nur fünf Prozent teilen

Das sogenannte Wechselmodell werde nur von fünf Prozent aller getrennt lebenden Eltern praktiziert. Die Quote gilt auch für getrennte Paare, die zuvor unverheiratet waren. Es gebe viele Vorurteile gegen die Regelung. „Viele behaupten, es sei nicht gut, wenn ein Kind sich aufteilen muss und kein echtes Zuhause habe“, sagt Mathusek. Die 17-jährige Schülerin der Elisabeth-Knipping-Schule, die dort die Fachschule Sozialwesen besucht, kann solche Vorurteile nicht verstehen. Sie lebt im Wechsel jeweils zwei Wochen bei Mutter und Vater. Obwohl diese sich nur noch wenig zu sagen hätten, setzten sich beide dafür ein, dass ihr Nachwuchs auf keinen Elternteil verzichten muss. „Sie wissen, es geht dabei nur um mich und meine Bedürfnisse“, erzählt die junge Frau. Am Anfang habe sie wöchentlich ihr Zuhause gewechselt, dies sei ihr aber schon bald zu stressig geworden. Seit dieser Zeit packt sie alle zwei Wochen ihren großen Reiserucksack, um zwischen ihren Kinderzimmern im Vorderen Westen und Kirchditmold zu pendeln. „Auf diese Weise entsteht bei keinem meiner Eltern eine Besuchsatmosphäre. Das wollte ich auf keinen Fall. Ich fühle mich bei beiden zu Hause. Ich habe zwei Zuhause, obwohl in meinem Personalausweis nur ein Erstwohnsitz steht“, sagt die 17-Jährige. In ihrem Freundeskreis hätten andere Trennungskinder berichtet, dass sie durch die seltenen Besuche den Kontakt zu ihrem Vater verloren hätten. Wer seinen Vater nur jedes zweites  Wochenende sehe – so wie es das Umgangsrecht in Deutschland in der Regel vorsieht – könne keine vernünftige Beziehung aufbauen.
Mathusek von der Vätergruppe würde sich wünschen, dass mehr Eltern das Wechselmodell nutzen, das in Schweden gesetzlich verankert ist. Es sei laut eines Urteils des Bundesgerichtshofes an klare Vorgaben gebunden: Beide Eltern müssten exakt 50 Prozent der elterlichen Pflichten übernehmen, damit keiner dem anderen gegenüber kindesunterhaltspflichtig ist. Weil zunehmend beide Eltern berufstätig und damit wirtschaftlich unabhängig seien, gebe es zunehmend Spielraum dafür. „Die Eltern können sich dann auf Augenhöhe begegnen, weil sie gleichermaßen den Alltag mit dem Kind meistern.“ • Wer Fragen zum Wechselmodell hat, kann sich an die Vätergruppe wenden. E-Mail:
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Apfelexperten im Haus Steinberg

Vater-Kind-Wochenende der Vätergruppe Kassel

HANN.MÜNDEN. Apfelsaft pressen, Apfelgelee kochen, Apfelkuchen backen und schwedisches Apfeldessert essen: Am Wochenende drehte sich für fünf Väter und ihre sieben Söhne zwischen vier und zehn Jahren alles rund ums Thema Äpfel. Regelmäßig zu Gast Seit zehn Jahren kommen Mitglieder der Vätergruppe Kassel schon regelmäßig ins Waldpädagogikzentrum (WPZ) Göttingen, Haus Steinberg, der Niedersächsischen Landesforsten in Hann. Münden, um dort ein entspanntes und gleichzeitig aufregendes Wochenende mit ihren Kindern zu verbringen. Gemeinsam pflanzten die Väter diesmal mit ihren Söhnen einen Apfelbaum, saßen am Lagerfeuer, spielten Fußball und machten eine Nachtwanderung rund ums Haus Steinberg. Weihnachtsbäckerei Das nächste Treffen der Vätergruppe im Haus Steinberg wird es im November geben. Die traditionelle Vater-KindWeihnachtsbäckerei steht an. Väter und Kinder treffen sich dann am 28. und 29. November im Kaufungerwald zum Kochen, Backen und Spielen. Willkommen sind alle Väter mit ihren Kindern, auch wenn sie nicht Mitglied der Vätergruppe Kassel sind“, betontAchimMathusekausdem Verein. Anmeldeschlussfür dieVeranstaltung ist heute, 1. Oktober, Anmeldung und Infos unter der Telefonnummer 05 61/ 52 62 37. (zwh)

Schmiedeworkshop für Väter und Kinder der Vätergruppe Kassel e. V.

Der Schweiß steht Timon im Gesicht, als er an der Esse steht. Mit seinem Vater Andreas Z. wird der glühende Stahl dann auf dem Amboss so lange behauen, bis beiden das Messer gefällt. Samstagnachmittag in der Kunstwerkstatt Kassel e. V.: Messer schmieden - Gartenskulpturen schweißen – Unikate herstellen; gemeinsam mit der Vätergruppe Kassel e. V. leitet Schlossermeister Jürgen Orth interessierte Väter mit ihren Söhnen in der Schmiedewerkstatt an. „Aufeinander eingehen, sich auf den anderen einstellen und somit die Vater-Kind-Beziehung nachhaltig stärken“ das seien neben dem Kennenlernen der neuen Verarbeitungstechniken wesentliche Bestandteile dieses Nachmittages, so Jürgen Orth. Und Timon? Der war mit seinem Vater mächtig stolz auf sein selbstgeschmiedetes Messer. Weitere Infos: www.vaetergruppe-kassel.de, www.kunstwerkstatt-kassel.org

Artikel: Bernhard Tollkötter

Fotos: Bernhard Tollkötter

v. links n. rechts: Johannes V., Schlossermeister Jürgen Orth, Andreas Z., Heinz Vogt, Timon Z.

v. links n. rechts: Andreas Z., Heinz V., Timon Z., Johannes V., Fynn H., Jürgen Orth Schlossermeister, Thomas S.

Andreas Z. mit Sohn Timon Z. am Amboss, Im Hintergrund Fynn H. und Schlossermeister Jürgen Orth

 

 

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